Direkt aus dem dpa-NewskanalHannover/Greifswald (dpa) - Forscher am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) haben Schweine genetisch so verändert, dass sie trotz eines männlichen Chromosomensatzes weibliche Geschlechtsorgane ausbilden. Das Verfahren könnte in Zukunft eine Alternative zur Kastration männlicher Ferkel bieten, mit der der unangenehme "Ebergeruch" verhindert werden soll, der manchen Menschen den Appetit auf das Fleisch männlicher Schweine verdirbt. Allerdings gleichen die manipulierten Tiere weiblichen Artgenossen nicht vollständig: Nach neun Monaten hatten sie deutlich kleinere Geschlechtsorgane, zudem sind sie unfruchtbar. Denkbar sei, das Y-Chromosom bei Ebern so zu verändern, dass diese nur weiblichen Nachkommen zeugen könnten. Wer meine, Schweine mästen und den Ebergeruch vermeiden zu müssen, könne das sehr viel unkomplizierter und verträglicher durch die Immuno-Kastration erreichen.
Source: Suddeutsche Zeitung January 10, 2021 06:45 UTC