Die Maßnahme verfehlt ihre Wirkung nicht, der Raum gewinnt an Tiefe und Großzügigkeit. Die Solisten sitzen mit dem Rücken zueinander, sehen sich nicht, müssen sich extrem aufs Gehör verlassen – und auf die Uhr. Stimmen, die sich aufbauschen, verschlingen, dynamisch an- und abschwellen. Postminimalistische Musik, weil sie die mathematische Starrheit von Minimal Music hinter sich lässt, pulsiert, lebt. Erst acht Monate später schrieb Mitstreiter Kyle Gann den ersten Nachruf in der New Yorker „Village Voice“: „Eastmans Werk zeigt die verschiedenen Wege, die der Minimalismus hätte nehmen können.
Source: Der Tagesspiegel March 18, 2017 16:07 UTC