So endet das Jahr, wie immer, mit Sekt und Beethovens Neunter. Über die Beethoven-Symphonie schon, denn auch die Münchner Philharmoniker haben sich mit diesem Stück vom alten Jahr verabschiedet. Doch darin liegt vielleicht ein Grund für die Beliebtheit des Opus 125 zum Jahresausklang. Der Satz fließt, hat dennoch den Charakter idyllischer Rückschau und lässt den Geigen die Zeit, auch die schnellen Notenwerte zu gestalten. Weil sich hier der Wunsch äußert, dass die Katastrophen des alten Jahres mit dem Glück des neuen tauschen möchten.
Source: Suddeutsche Zeitung January 01, 2026 15:59 UTC