Angela Merkel hat bei ihrem wohl letzten Auftritt auf der Sicherheitskonferenz als Bundeskanzlerin versucht, einigen Konflikten durch trockenen Humor ihre Schärfe zu nehmen. Sie verstehe nicht, dass die USA deutsche Autos als Gefahr für die nationale Sicherheit einstufen, um einen Vorwand für Strafzölle zu finden. Dann könnte US-Präsident Donald Trump Strafzölle verhängen. Mit demselben Pragmatismus sprach sie Trumps Sanktionsdrohung gegen Firmen an, die sich an der Gaspipeline „Nord Stream 2“ beteiligen. Mehr zum Thema Merkel auf der Münchner Sicherheitskonferenz Als Regierungschefin der freien Welt gefeiertYang Jiechi, Mitglied in Chinas Politbüro, unterstützte Merkels Forderung nach mehr Multilateralismus, verbat sich aber eine „Einmischung in innere Angelegenheiten“.
Source: Der Tagesspiegel February 16, 2019 17:48 UTC