Und natürlich liegt die sogenannte Kerninflationsrate, die die Energiepreise ausschließt, immer noch bei weniger als 1 Prozent. Damit entfällt auch die Begründung für die aggressive Politik der quantitativen Lockerung der EZB, die mit diesem Risiko begründet wurde. Eigentlich müsste EZB-Chef Mario Draghi nun die Korrektur dieser Politik einleiten und den Ankauf von Anleihen von Staaten und Unternehmen auslaufen lassen. Stattdessen wird er die Inflation kleinreden und damit die Notwendigkeit der Fortsetzung von Käufen insbesondere der Anleihen der Eurostaaten begründen. Der Münzverschlechterung folgte immer der Vertrauensverlust in die Kaufkraft des Geldes und der Anstieg der Geldpreise von Gütern, Dienstleistungen und realen Vermögenswerten.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 04, 2017 15:33 UTC