Eine menschenverachtende Gesellschaft duldet Menschenverachtung im Laborkittel und bringt sie hervor. In Nordafrika und Indien infizierte er in sogenannten Konzentrationslagern Menschen unter jämmerlichsten Bedingungen mit Krankheiten und unterzog sie Medikamententests (4). Gleichzeitig erobert eine Ideologie ausgehend von den US-amerikanischen Universitäten die westlichen Bildungssysteme und Medien, die alle Kriterien einer Pseudowissenschaft erfüllt und erneut Menschenverachtung im Laborkittel hervorbringt. Ihre Protagonisten bedienen sich dazu mehr und mehr totalitärer Methoden, um einen Umbau des Wertekanons in Gesellschaft und Wissenschaft voranzutreiben. Es ist „Menschenverachtung im Laborkittel“ (23) — eine Formulierung, mit der auf Radio Eins ein Vortrag über die Evolution des biologischen Geschlechtes kommentiert wurde, der anlässlich der „Langen Nacht der Wissenschaft“ an der Humboldt-Universität Berlin nach Androhung gewalttätiger Proteste von Transaktivisten gecancelt wurde.
Source: Suddeutsche Zeitung September 09, 2022 10:48 UTC