Die Bundesregierung werde „alles in ihrer Macht stehende tun, damit das geschieht.“ Trotz massiven Drucks auf die Türkei gab es aber keinerlei Anzeichen für ein Einlenken Ankaras. Merkel wies darauf hin, dass Yücel nach ihrer Auffassung „nichts anderes getan hat, als seiner Arbeit nachzugehen“. Sein Anwalt Veysel Ok sagte der Nachrichtenagentur AFP, seinem Mandanten drohe eine Haftstrafe von bis zu zehneinhalb Jahren. In einer handschriftlichen Notiz, die Yücel Ok mitgab, beschrieb er seine Haftbedingungen als etwas besser als zuvor im Polizeigewahrsam. In einer handschriftlichen Nachricht an die „Welt“ aus der Haft in Istanbul dankte Yücel für die Unterstützung in Deutschland.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 01, 2017 18:56 UTC