Für die Sicherheit in drei australischen Flüchtlingslagern auf der Insel Manus soll eine Firma 265 Millionen Euro kassiert haben. Australiens Regierung steht wegen Millionenverträgen mit einer obskuren Sicherheitsfirma in ihren umstrittenen Flüchtlingslagern auf einer Pazifikinsel unter Druck. Die in Singapur registrierte Firma Paladin Holdings, die ihren Firmensitz bislang offenbar in einer Strandhütte hatte, erhielt Berichten zufolge 420 Millionen australische Dollar (265 Millionen Euro) für Sicherheitsdienste in drei Flüchtlingslagern auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Manus. Sie gestanden ein, die Firma Mitte 2017 im Zuge eines nicht offenen Vergabeverfahrens verpflichtet zu haben, bei dem nur Paladin ein Angebot einreichte. Die Firma Paladin hatte den Angaben zufolge schon zuvor als Subunternehmer in Flüchtlingslagern in Papua-Neuguinea gearbeitet.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 18, 2019 13:52 UTC