Mit ähnlichen Argumenten rechtfertigt Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez derzeit Entscheidungen ihrer Regierung, die unter den Vorgaben einer erpresserischen Macht zustande kommen. »Sonst würden sie uns töten.«Nun hat sie mit US-Energieminister Chris Wright den ranghöchsten Vertreter Washingtons der vergangenen 30 Jahre empfangen. Deren wesentliches Ziel besteht erklärtermaßen darin, den Einfluss von China und Russland in der Region zurückzudrängen. Bisherige US-Sanktionen hätten dem venezolanischen Volk geschadet und »nur Russland und China genutzt«, soll sie – laut westlicher Agenturen – hinzugefügt haben. Angesichts des Spielraums von Rodríguez und ihren Regierungsmitgliedern sind deren Äußerungen letztlich aber ähnlich zu bewerten wie ein unter Folter abgegebenes Geständnis.
Source: Junge Welt February 12, 2026 18:57 UTC