Einst galt der Ansatz als „radikal demokratisierend“, nun meint die neue Chefredakteurin, die Kakophonie im Netz bedrohe die Demokratie: Die „Huffington Post“ schickt ihre vielen unbezahlten Schreiber in die Wüste. Die seit einem Jahr amtierende Chefredakteurin Lydia Polgreen, die von der „New York Times“ zur „Huffington Post“ kam, hat eine originelle Begründung für den Kurswechsel parat. Neu eingeführt wird bei der „Huffington Post“ nun eine eigens ausgewiesene Meinungsrubrik sowie eine Kategorie mit dem Titel „HuffPost Personal“. Beides wird von – was man bei der „Huffington Post“ eigens dazusagen muss –, bezahlten Journalisten betreut. Das Netzwerk unbezahlter Blogger, das zehn bis fünfzehn Prozent des Website-Verkehrs der „Huffington Post“ anzog, umfasste zuletzt etwa hunderttausend Autoren.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 24, 2018 08:35 UTC