Im Mittelmeer sind zwei Boote mit Migranten auf dem Weg nach Europa untergegangen, 170 Menschen ertranken. Von Oliver Meiler, RomZwei Schiffbrüche mit insgesamt wohl 170 Todesopfern rücken das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer wieder in den europäischen Fokus. Ein weiteres mit 120 Migranten aus Afrika sank 50 Seemeilen entfernt von der libyschen Küste, auf der zentralen Mittelmeerroute. Die deutsche Hilfsorganisation Sea Watch, die mit ihrem Schiff Sea Watch 3 nunmehr einzige Hilfsorganisation (NGO) vor Ort ist, erfuhr über einen Funkaustausch zwischen italienischer Marine und der Koordinationsstelle in Rom von der Tragödie in dem Schlauchboot. Die Sea Watch 3 nahm am Wochenende bei einer weiteren Rettungsaktion 47 Migranten an Bord und kontaktierte mehrere Länder für einen sicheren Hafen, auch Italien.
Source: Suddeutsche Zeitung January 20, 2019 15:45 UTC