Im Zentrum des Buches steht der AlltagsrassismusAmjahid gehört zu den knapp über 16 Millionen Menschen, deren Wurzeln nicht in Deutschland liegen. Es zeichnet Amjahids nüchtern geschriebenen, auf einen anklagenden Ton verzichtenden, mitunter sehr offenen Bericht aus, dass er es nicht nur beim Autobiografischen belässt. Es behandelt den Umgang mit Geflüchteten: Amjahid war beispielsweise 2015 in Ungarn oder wohnte den Willkommensarien auf dem Münchener Hauptbahnhof bei. Wenn er zum Beispiel sagt, dass es die „Nafris“, also die Nordafrikaner, nicht gibt, den Türken, die Schwarzen und so weiter. „Ihre (selbst)kritische Sicht auf die Wirklichkeit und die eigenen Privilegien wird heute jedenfalls dringender gebraucht denn je“, appelliert Amjihad abschließend an seine Leser und Leserinnen.
Source: Der Tagesspiegel March 02, 2017 11:30 UTC