Aus einem Roman von Asli Erdogan hat Luk Perceval in Genf neue Dialoge zu Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ gemacht. Mozarts Orient-Oper „Die Entführung aus dem Serail“ ist schon auf so viele Arten aktualisiert worden. Als solche hat jetzt der Schauspielregisseur Luk Perceval die „Entführung“ in Genf inszeniert, wobei er dem Stück alle Exotik austrieb und die frechen Dialoge durch Reflexionen aus Asli Erdogans Roman „Der wundersame Mandarin“ ersetzte. Dadurch wird das Stück zugleich in Genf verortet. Fast konsequent, dass das Schlussvaudeville durch Mozarts rührend die Empathie feiernde Lied „Ich würd’ auf meinem Pfad“ ersetzt wurde.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 25, 2020 12:11 UTC