Das eine ist die Toxizität der Viren, die selbst Herz- und Gefäßzellen zerstören können. Das andere besteht darin, dass das Immunsystem beim Abwehrversuch dieser Viren so stark reagiert, dass Herzzellen untergehen oder das Immunsystem das Herz weiter angreift, obwohl das Virus bereits eliminiert wurde. Erst wenn nach zwei, drei Monaten das Problem nicht zufriedenstellend gelöst ist, wird eine Gewebeprobe entnommen und eine spezifische antiinflammatorische Therapie besprochen. Je nach Schwere der Myokarditis können auch Medikamente, die das angreifende Immunsystem abschwächen, oder antivirale Mittel zum Einsatz kommen. Kardiologe Tschöpe glaubt: Auch Gene spielen eine RolleWarum bekommt der eine nach einer Grippe eine Herzmuskelentzündung und der andere nicht?
Source: Der Tagesspiegel February 25, 2018 17:03 UTC