Es ist ein seltsamer Effekt, nicht allzu häufig im Kino: Aber nach „Knives Out“ fühlt man sich viel intelligenter. Solche Auszeichnung des Publikums mit dem göttlichen Blick liegt eigentlich nicht in der Art der Kriminalautoren, nicht mal bei Agatha Christie. Und „Knives Out“ ist quasi ein Meta-Agatha-Christie-Film, eine Verbeugung vor der Grand Dame des Kriminalromans. Mag sein, dass er mit „Knives Out“ seine höchst eigene Jahresend-Ausnüchterungszelle entworfen hat; er schrieb auch das Buch. Die ganze inkompatible Starfamilie ist versammelt„Knives Out“ spielt, Szene um Szene, wunderbar unerwartbar mit dem Erwartbaren.
Source: Der Tagesspiegel January 02, 2020 07:41 UTC