Nach dem Sieg Emmanuel Macrons biete sich die Gelegenheit zu deutsch-französischen Initiativen in der Europapolitik nach langem Stillstand, heißt es. Und Eurobonds seien nun nicht eben wahrscheinlichDas ist kein Widerspruch zu der Grundüberlegung, auf die sich die öffentlichen Erwartungen stützen. Macron darf nicht unterwürfig vor Madame Merkel erscheinenAber der Wahlausgang hat keines der Probleme, die die EU vor der Wahl hatte, gelöst: Eurokrise, Flüchtlingskrise, Wachstumsschwäche, Arbeitslosigkeit, Krieg vor der Haustür. Der Stabilitätsmechanismus und der Investitionsfonds seien Instrumente, von denen man vor zehn Jahren nur träumen konnte. Deutschland könnte, zum Beispiel, offener mit französischen Wünschen nach mehr Engagement in Afrika umgehen oder der Idee, eine gemeinsame Marinebasis am Golf aufzubauen.
Source: Der Tagesspiegel May 09, 2017 07:14 UTC