Laut Verlagsankündigung hat Nacha Vollenweider mit ihrem ersten längeren, in Buchform erschienenen Werk „Fußnoten“ nichts weniger erreicht als ein neues Genre zu erfinden: den Comic-Essay. Seine Struktur und damit auch der Titel ergeben sich aus einer Art Rahmenhandlung, in der man der Erzählerin in der S-Bahn in ihrer Wahlheimat Hamburg begegnet. Abschweifungen mit AnkündigungOft sind es visuelle Anker, Muster oder Strukturen, die die Gedanken im Hier und Jetzt mit den Erinnerungen verbinden. Die Auseinandersetzung mit der jüngeren argentinischen Geschichte hat immer Aufhänger in der Biografie der Erzählerin oder der ihrer Familienmitglieder. Sie schafft es dabei, diesen mit der Sprunghaftigkeit ihrer Gedanken nicht zu überfordern und ihm eine strukturierte Erzählung zu präsentieren.
Source: Der Tagesspiegel January 24, 2018 06:22 UTC