Und zwölf Mal trafen sich die geladenen und ungeladenen Gäste abends zum gemeinsamen Essen, um zu reden und zu feiern und zu diskutieren, worum es in der Kunst überhaupt geht. Sie wurde viel geliebt, und sie hat viel und leidenschaftlich gern geliebt, und ließ sich da auch nicht reinreden, wenn die amouröse Gesamtsituation zuweilen etwas unüberschaubar wurde. Als die „Galerie Am Scheunenviertel“ umziehen musste in den Wedding, ging ihr das zunächst sehr gegen den Strich. Sie wollte ein Baumbegräbnis, noch einmal ihren Sohn im Arm halten, und ansonsten war sie mit sich im Reinen. Wenn Sie vom Ableben eines Menschen erfahren, über den wir einen Nachruf schreiben sollten, melden Sie sich bitte bei uns: nachrufe@tagesspiegel.de.
Source: Der Tagesspiegel February 12, 2021 12:00 UTC