Februar angesetzte erste Treffen zwischen Trump und Netanjahu im Weißen Haus abwarten wollten, um Fakten über Fakten zu schaffen. "Amerika zuerst" gilt nämlich auch im Nahen Osten - und das bedeutet, dass Trump sich nicht von den Interessen der Siedler vereinnahmen lassen will. Verprellen sollte man die nicht mit einer allzu einseitigen Politik, denn sie werden gebraucht, etwa für eine Front gegen Iran. Er weiß, dass die Freiheit, die er nun zwei Wochen lang gefeiert hat, von Trumps Gnaden abhängt. Trump hält sich alle Optionen offen, und verraten will er bislang nur sein Ziel: Im Wahlkampf hat er den "ultimativen Deal" angekündigt zwischen Israelis und Palästinensern.
Source: Suddeutsche Zeitung February 03, 2017 17:55 UTC