Washington verlässt den internationalen Konsens über den Nahostkonflikt und hält israelische Siedlungen außerhalb der Grenzen von 1967 nicht mehr für völkerrechtswidrig. Auf der Suche nach einem Frieden im Nahen Osten ging schon seit Jahren nichts mehr voran. Doch nach der jüngsten Ankündigung aus Washington steht die internationale Gemeinschaft vor einem diplomatischen Trümmerhaufen. Laut dem amerikanischen Außenminister Mike Pompeo sieht Washington in den israelischen Siedlungen in den besetzten Palästinensergebieten im Westjordanland aber nun keinen Verstoß gegen das Völkerrecht mehr. Wenn die schnell weiter wachsenden Siedlungen anerkannt werden und Bestand haben, bleibt im Westjordanland kaum noch Platz für einen funktionierenden palästinensischen Staat.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung November 19, 2019 11:37 UTC