Diese Gesetzesinitiativen sind, wie das jetzt eingebrachte Bundesgesetz, das Verdienst der National Domestic Workers Alliance, ein Zusammenschluss, der nach deutschem Verständnis irgendwo zwischen Gewerkschaft, Lobbyorganisation und Selbsthilfe-Netzwerk anzusiedeln ist. Durch Bündnisse mit über 60 lokalen Gruppen ist die 2007 gegründete Organisation mittlerweile in 38 Städten vertreten, bundesweit sind ihr über zehntausend in Privathaushalten Beschäftigte beigetreten. Ai-jen Poo, Mitbegründerin und Vorsitzende, begann ihre Arbeit vor 20 Jahren als Aktivistin bei einer Bürgerrechtsorganisation asiatischer Amerikanerinnen in New York. »Danach konnte ich nicht mehr wegsehen«, sagt Ai-jen Poo in einem Porträt des »New York Times Magazine« vom Februar dieses Jahres. Es sollte weitere acht Jahre dauern, bis das Parlament des Bundesstaates New York diese »Domestic Workers’ Bill of Rights« schließlich verabschiedete.
Source: Neues Deutschland December 13, 2019 14:03 UTC