Der Anteil der Abgeordneten des Deutschen Bundestags, die bei der Bundestagsverwaltung eine bezahlte Nebentätigkeit angemeldet haben, war nie so groß wie am Ende der laufenden Wahlperiode. Zugleich ist die Höhe der gemeldeten Nebeneinkünfte in der vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Zusammenfassend heißt es in der Studie, dass ein „recht stabiler Sockel von etwa einem Drittel der Abgeordneten“ angebe, neben dem Mandat entgeltlich tätig zu sein. Über die FDP heißt es in der Studie, diese stelle „nur 11,5 Prozent aller Abgeordneten, behauptet mit einem Anteil von 20,3 Prozent unter den Aufstockern aber weiterhin den Spitzenplatz“. In der wiederkehrenden Debatte um Nebeneinkünfte von Abgeordneten wird bisweilen der Standpunkt vertreten, dass diese an sich nicht problematisch seien.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung July 10, 2021 09:56 UTC