Das Dorf mit seinen 1000 Einwohnern rund 35 Kilometer nördlich von München ist zum Symbol für den Widerstand gegen die Erweiterung des Flughafens geworden. Die Leute können Haus und Grund dann zu einem festgesetzten Preis an die Flughafen München GmbH, die den Airport betreibt, verkaufen. Nachdem der Flughafen München 1992 mit seinen zwei Start- und Landebahnen in Betrieb gegangen war, schnellte die Zahl der Passagiere und der Flüge nach oben. Das vorläufige Ende ist der trockene Beschluss des Verwaltungsgerichtshofes: Die dritte Startbahn darf gebaut werden, im Genehmigungsverfahren ist alles korrekt abgelaufen. Der Bürgerentscheid in München im Juni 2012, bei dem 54,4 Prozent der Bevölkerung die Startbahn ablehnten, war nur ein Jahr lang gültig.
Source: Der Tagesspiegel August 17, 2017 14:37 UTC