Im Tagesspiegel schreibt er über die jüdische Geschichte und die jüdischen Nachbarn, die vor 1933 in unserem Bayerischen Viertel gelebt haben. Mein deutscher Sohn und ich schauen uns an und lachen. »Wir hatten so viel, zum Beispiel uns, unsere Zeit und unsere Gedanken – Mark soll das alles und noch viel mehr bekommen«, sagen Ljuda und ich. Ich wünschte, so etwas hätte es schon in den Neunzigern gegeben, als ich und viele andere »Kontingentflüchtlinge« uns rat- und orientierungslos an den deutschen Universitäten bewegten. Wie immer, habe ich es eilig, doch ein Small Talk, ein Handschlag und ein Lächeln müssen einfach sein.
Source: Der Tagesspiegel September 09, 2016 11:48 UTC