Wenn von Plutonium und von der Internationalen Atomenergiebehörde die Rede ist, fällt den meisten nicht unbedingt zuerst Karlshorst ein. 1991 übernahm das BfS das 38.000 Quadratmeter große Areal der DDR-Atomsicherheit – und mit diesem einen Plutonium-Beryllium-Neutronenstrahler, der zur Kalibrierung von Messgeräten eingesetzt wurde. Der Neutronenstrahler hat die Form eines Zylinders, der in die hohle Hand passen würde: sechs Zentimeter dick, knapp zehn Zentimeter hoch. Ein strahlender Zufall„Sowohl für BfS-Beschäftigte als auch für Anwohner geht von der Aufbewahrung in Berlin-Karlshorst keine Gefahr aus“, heißt es beim BfE. Auch die Europäische Atomgemeinschaft und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) würden die korrekte Lagerung regelmäßig kontrollieren.
Source: Der Tagesspiegel January 31, 2018 19:30 UTC