Liebe und Leere im Internationalen Gerichtshof in Den Haag Foto: AFPMit »Schutzzone« legt Nora Bossong ihren fünften Roman vor, und - er ist stilistisch und formal ausgereifter als mancher seiner Vorgänger. Auch ist er sehr überzeugend durchrecherchiert, was angesichts der verschiedenen Spielflächen des Buches (u.a. Sprachlich ist das Buch ungeheuer dicht komponiert, bestechend mitunter, das einhellige Lob der Feuilletons ist damit tatsächlich einmal verständlich. Bossong gilt als »politische Autorin«. Im deutschen Literaturbetrieb kommt dieser Verdacht für gewöhnlich dann auf, wenn ein Autor, eine Autorin Themen wählt, die irgendwie aus dem Bereich des Politischen zu stammen scheinen.
Source: Neues Deutschland November 27, 2019 20:26 UTC