Für gewöhnlich überlässt Präsident Erdogan das Schlachtfeld in der Provinz Idlib seinen syrischen „Brüdern“. Erdogans Zorn und der türkische Militärschlag waren die Reaktion auf einen Zwischenfall in der Nacht zum Montag, bei dem laut offiziellen Angaben mindestens fünf türkische Soldaten durch syrisches Artilleriefeuer getötet wurden. Im April hatte der syrische Präsident einen weiteren Anlauf unternommen, die Provinz Idlib zu erobern. Seit ein paar Wochen rücken Assads Truppen mit russischer und auch iranischer Unterstützung vor, hinterlassen zerstörte menschenleere Dörfer. Außerdem wurden Assads Truppen vor einigen Tagen östlich von Aleppo aus jenen Regionen angegriffen, die im Zuge der Operation „Schild-Euphrat“ unter türkische Schutzherrschaft gelangt waren.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 03, 2020 15:22 UTC