Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg stellt aufgrund der hohen Anzahl von Asylanträgen derzeit Bewerber auch ohne Vorstellungsgespräch ein. Bewerber mit Schulden werden aber wegen möglicher Korruptionsanfälligkeit abgelehnt, wie die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet. Anstellung wegen Überschuldung "nicht möglich"Das Blatt zitiert aus einer E-Mail des Amtes, in der einer Bewerberin eine befristete Einstellung zugesichert wird. "Aus Gründen der Korruptionsprävention ist der Einsatz auf dem stark korruptionsgefährdeten Arbeitsplatz der Anhörerin oder der Entscheiderin bei Überschuldung nicht möglich", heißt es in dem Schreiben. Für die angebotene Stelle sei eine Schulungszeit von drei Wochen vorgesehen gewesen.
Source: Die Welt August 30, 2016 11:48 UTC