Als die anderen Sportlerinnen versuchten, den Parcours zu besiegen und halbwegs unfallfrei unten anzukommen, war Mittermüller bereits auf dem Weg zum Arzt. Am Ende gewann die Amerikanerin Jamie Anderson die Goldmedaille vor Laurie Blouin aus Kanada und der Finnin Enni Rukajärvi. Aber Aufgeben war noch nie eine Option, die die 34-Jährige allzu früh in Betracht gezogen hat. Danach erschuf sie sich in Eigenregie eine erstaunliche Karriere: Mittermüller war ihre eigene Trainerin, Reiseplanerin, Managerin, Finanzberaterin, ihr Wettkampfcoach. Als sie wieder zu sich kam, erlitt sie einen epileptischen Anfall – der jedoch von den Ärzten vor Ort nicht weiter untersucht wurde.
Source: Die Welt February 12, 2018 05:28 UTC