Von Kai Spanke- 08:51Wenn Blicke töten könnten: Magdalena Heinroth mit einem Uhu Bild: Staatsbibliothek zu Berlin/Klaus NiggeAus Liebe zu ihren ungewöhnlichen Mitbewohnern kaute Magdalena Heinroth rohen Fisch, ihr Mann Oskar trotzte einer Allergie. Zwar hatte sie einen milden Blick und eine Vorliebe für Streicheleinheiten, aber ihr wahres Wesen offenbarte sie auf dem Küchentisch. Illo war ein Habichtweibchen, und bei dem Fasan handelte es sich wohlgemerkt nicht um einen herbeigeschafften Snack, sondern um einen Mitbewohner. Oskar und Magdalena Heinroth, die Gründer dieser eigenwilligen Berliner WG, haben mit ihrer avifaunistischen Kommune die Verhaltensforschung in Deutschland begründet. Insgesamt zogen sie mehr als tausend Jungvögel aus zweihundertfünfzig Arten auf, um sie eingehend zu studieren.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 30, 2020 06:45 UTC