Foto: dpa/Maurizio GambariniDie wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verurteilte Allgemeinmedizinerin Kristina Hänel hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, sich für Änderungen im Abtreibungsrecht einzusetzen. »Helfen Sie, die Debatte um den Paragraf 219a zu versachlichen«, schreibt Hänel in einem öffentlichen Brief an die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Merkel. Und weiter: »Ich möchte Sie dringend darum bitten, das Informationsrecht für Frauen zum Schwangerschaftsabbruch durchzusetzen.«Der Paragraf 219a im Strafgesetzbuch verbietet Werbung für den Abbruch von Schwangerschaften. Der Paragraf 219a stammt ursprünglich aus der Zeit des Nationalsozialismus und wurde 1933 verabschiedet, um jüdische Ärzte zu kriminalisieren. Der Paragraf stellt unter Strafe, für Schwangerschaftsabbrüche zu werben oder diese anzubieten.
Source: Neues Deutschland March 20, 2018 11:48 UTC