Jede Epoche hat in der Not ihre ganz eigenen Maßnahmen. Was in Corona-Zeiten das „social distancing“ ist oder die milliardenschwere „Bazooka“ der Bundesregierung zur Rettung der Wirtschaft, das war in Zeiten einer Pest oft das feierliche Gelübde, eine Kirche zu bauen, wenn man von der Seuche befreit würde. So geschah es im Herbst des Jahres 1576 in Venedig während der längsten Pest-Epidemie, die die Stadt jemals heimsuchte. Der Seuche fielen fast 50.000 Menschen zum Opfer, ein Drittel der damaligen Bevölkerung Venedigs.
Source: Die Welt April 06, 2020 12:00 UTC