Hunderttausende Menschen haben in Chile trotz von der Regierung angekündigter Sozialreformen demonstriert. Kundgebungen gab es am Mittwochabend in Santiago de Chile, Antofagasta, Valparaíso, Punta Arenas und anderen Städten. Auf dem zentralen Ñuñoa-Platz in der Hauptstadt Santiago weigerten sich Demonstranten, nach Beginn der Ausgangssperre den Platz zu verlassen – und wurden von der Polizei mit Tränengas auseinandergetrieben. Es ist das erste Mal seit dem Ende der Diktatur unter General Augusto Pinochet 1990, dass in Chile das Militär patrouilliert. Mehr zum Thema Reaktion auf gewaltsame Proteste Chiles Präsident lenkt ein und kündigt Sozialreformen anBei den Unruhen kamen seit Freitag mindestens 18 Menschen ums Leben.
Source: Der Tagesspiegel October 24, 2019 06:22 UTC