AnzeigeBerlin (dpa/bb) - Ein Streit um die Teilnahme von AfD-Politikern an einer Gedenkveranstaltung für Holocaust-Opfer in Berlin-Marzahn hat zu einem Polizeieinsatz geführt. Rund 60 Beamte trennten am Samstagmorgen auf dem Parkfriedhof die rund 30 Teilnehmer einer Veranstaltung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf von einer angemeldeten Kundgebung mit über 100 Anwesenden, unter anderem Nachkommen von Holocaust-Überlebenden. Auch Vertreter der AfD nehmen daran teil, seit die Partei 2016 in das Bezirksparlament gewählt wurde. Als eine «Verhöhnung der Opfer» bezeichnet das die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), die die Kundgebung organisiert hatte. Einen offenen Brief gegen die Teilnahme der als rassistisch und antisemitisch kritisierten Partei hatten Überlebende des Naziregimes und Nachfahren von Opfern des deutschen Faschismus unterzeichnet.
Source: Die Welt January 25, 2020 13:52 UTC