Der Deutsche Presserat hat 13 Rügen ausgesprochen, unter anderem wegen Interessenkonflikten oder der Vorverurteilung von Verdächtigen. Vier Rügen erhielt die Bild-Zeitung, teilte das Gremium der freiwilligen Selbstkontrolle der gedruckten Medien und ihrer Online-Auftritte in Berlin mit. Bild und Bild.de wurden unter anderem dafür gerügt, ein Gerichtsurteil verfälscht dargestellt und den Verurteilten durch die mehrfache Nennung seiner Nationalität diskriminiert zu haben. In einem anderen Fall bezeichnete Bild.de vier Verdächtige als "Brandstifter" und verletzte damit laut Presserat die Unschuldsvermutung. Zudem übernahm die Redaktion ungefragt Fotos aus Sozialen Medien von Opfern des Attentats an einer Grundschule im texanischen Uvalde.
Source: Der Tagesspiegel September 09, 2022 21:05 UTC