Weil der Geldzufluss aus dem laufenden Geschäft nicht mehr ausreichte, um die Investitionen zu stemmen, verwandelte sich das Nettoguthaben des Konzerns von 124 Millionen Euro binnen Jahresfrist in eine Nettofinanzschuld von 910 Millionen Euro. Für 2020 erwartet Moody‘s, dass der von Tui erwirtschaftete Cashflow die Dividendenzahlung nicht decken wird. Zwar werde im urlaubsschwachen ersten Quartal ein Übergangskapital in Höhe von 1,8 bis zwei Milliarden Euro gebraucht, ein Engpass aber drohe nicht. Zum Bilanzstichtag besaß Tui eine Liquidität von 1,77 Milliarden Euro neben einem ungenutzten Kreditrahmen über 1,53 Milliarden Euro. Für die Spezialveranstalter „Berge & Meer“ und „Boomerang Reisen“ kassierten die Hannoveraner laut aktuellem Geschäftsbericht 128 Millionen Euro.
Source: Handelsblatt January 27, 2020 13:52 UTC