Moropoulou, die Chef-Restauratorin der Grabeskirche, eine Chemie-Ingenieurin aus Athen, weiß, dass es in Jerusalem um mehr geht als um Statik und Restaurierung. Die Restauratorin hofft, dass die Pilger ihr Verhalten ändernDie Arbeiten an der maroden Kapelle hatten vergangenes Jahr in letzter Minute begonnen, als der heiligste Schrein der Christenheit schon über dem Jesusgrab zusammenzustürzen drohte. Der Ruß und die Hitze haben Fresken geschwärzt und das alte Gestein porös gemacht. Anderthalb Millionen kamen durch private Spender zusammen, mehr als eine Million gab der New Yorker „World Monuments Fund“, eine große Summe stellte auch der König von Jordanien zur Verfügung, der in Jerusalem als Hüter der heiligen muslimischen Stätten wirkt. „Die erfolgreiche Renovierung hat auch eine hohe symbolische Bedeutung“, sagt Francesco Patton, Kustos des Heiligen Landes der Franziskaner in Jerusalem.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 18, 2017 13:52 UTC