Dabei weisen die Aufstände, soweit sie sich überhaupt in einen Topf werfen lassen, ebenso zahlreiche Gemeinsamkeiten wie große, kaum überbrückbare Unterschiede auf. Im Fall von Chile und Kolumbien scheint das wesentlich einfacher zu sein, wobei sich Protestbewegungen weltweit durchaus aufeinander beziehen. Nicht zuletzt die Flut bewegter Bilder in sozialen Netzwerken ermöglichen eine, wenn auch nur passive Teilhabe am globalen Geschehen. »Riot, Strike, Riot« erscheint nun endlich auf Deutsch. Die globalen Aufstände spiegeln eben auch die Komplexität intersektionaler Kämpfe wider, was gerade angesichts eines autoritären, globalen Rechtsrucks eine immer wichtigere Rolle spielt.
Source: Neues Deutschland June 11, 2021 11:39 UTC