Nach der Aufhebung der Hochschule des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel 1810 gelangten Antons Knochen in das medizinhistorische Museum Anatomicum der Universität Marburg. Von dort gingen sie jetzt erneut auf Reisen, als Leihgabe für die Ausstellung „Luther, Kolumbus und die Folgen“ des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Anzeige„Durch die außergewöhnliche Größe, die er hatte, ist er durch Deutschland gezogen und hat sich ausgestellt“, sagt die Marburger Medizinhistorikerin und Kuratorin Nina Ulrich. Wohl aus jener Zeit stammt auch ein Gemälde, das Anton in Landsknechtsmontur zeigt und das heute die Eingangshalle des Marburger Anatomischen Instituts schmückt. In der Ausstellung steht das Skelett sowohl für die großen Fortschritte in Wissenschaft, Medizin und Anatomie als auch für die damalige Faszination für das Abnorme.
Source: Die Welt July 09, 2017 07:30 UTC