Denn die angeblichen »Rebellen« – gemeint ist die Miliz »M 23« – treten in den von ihnen eroberten Gebieten im Osten der DR Kongo als informelle Besatzungsmacht auf. Einfacher ausgedrückt: Die »M 23« ist der verlängerte Arm, mit dem Ruanda seinen Angriffskrieg gegen die DR Kongo führt. Abgewickelt wird der Handel über Ruanda, wohin das Erz aus den besetzten Gebieten der DR Kongo geschmuggelt wird. Dem UN-Bericht zufolge kontrollieren die »M 23« dabei auch die Handelszentren und die Transportrouten. »Global Witness« berichtete, dass sich Ruandas offizielle Coltanexporte bereits zwischen 2021 und 2023 verdoppelt hätten und 2024 im Zuge von Geländegewinnen der »M 23« noch weiter anstiegen.
Source: Junge Welt February 10, 2026 18:45 UTC