FeedbackAnzeigeNach den fremdenfeindlichen Exzessen in Rostock-Lichtenhagen sucht vor 25 Jahren die junge Familienministerin Merkel das Gespräch mit Skinheads - und gerät ins Schlingern. Die Anwohner regen sich auf über die Zustände vor der überfüllten Zentralen Asylbewerberaufnahmestelle. Als die Asylbewerber zu ihrer Sicherheit ausquartiert werden, richtet sich die Aggression auf eine andere Personengruppe: Vietnamesische Vertragsarbeiter, die im Nebeneingang wohnen. Doch Wagner, der sich schon zu DDR-Zeiten als Kriminalpolizist intensiv mit dem Thema Rechtsextremismus befasste und später die Aussteigerinitiative Exit mitgründete, stellt auch fest, dass Merkel damit keineswegs allein gewesen wäre. Die Vielzahl der Flüchtlinge sei der einheimischen Bevölkerung nicht zuzumuten, so die Argumentation - die dann auf Vorfälle wie in Rostock-Lichtenhagen verweist.
Source: Suddeutsche Zeitung August 22, 2017 09:42 UTC