Einst, im Jahr 2004, privatisierte der damalige Senat die landeseigene GSW mit ihren 65 000 Wohnungen, welche später zur Deutsche Wohnen gelangten. Hintergrund für die Forcierung der Rekommunalisierung von Wohnungsbeständen sind aktuelle Schwierigkeiten zwischen dem Senat und dem Konzern, beispielsweise in der Karl-Marx-Allee in Berlin-Friedrichshain. Dort stoppten der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und das Land Berlin die Expansion der börsennotierten Deutsche Wohnen unter anderem mit einem Gerichtsverfahren. »Die Kommunikation mit der Deutsche Wohnen ist sehr schwierig«, betonte Müller mit Blick unter anderem auf die Klagen des Unternehmens gegen den Mietspiegel in Berlin. Für die anstehenden Gespräche mit der Deutsche Wohnen dürfte dem Mitte-links-Bündnis das bevorstehende Volksbegehren allerdings als Druckmittel sehr gelegen kommen.
Source: Neues Deutschland January 11, 2019 11:26 UTC