Beide haben ebenso wie der dritte im Bunde, Generalsekretär Lars Klingbeil, ein Hauptanliegen: Endlich Ruhe in die Partei hineintragen. Dazu hatten sie ein Zugeständnis gemacht: Nicht Nahles, wie ursprünglich geplant, sondern Scholz wird die Partei bis zum Sonderparteitag am 22. Sicher war dem neuen SPD-Führungsduo klar, dass das Zugeständnis als Dämpfer für die designierte Parteivorsitzende interpretiert werden würde. So knapp im Parteivorstand die Debatte darüber ausfiel, wie ein Machtvakuum am besten zu vermeiden sei, so intensiv war sie zuvor im Präsidium verlaufen. Am Ende werde es Diskussionen geben, welche die Regionalkonferenzen zur Bewerbung des Koalitionsvertrages für die Mitgliederbefragung überlagerten.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 13, 2018 18:26 UTC