Seit Franziska Giffey vor eineinhalb Jahren ins Kabinett gekommen ist, brennt dort ein sozialdemokratisches Lichtlein. Fast im Wochentakt unterschreiben nun die beglückten Bundesländer Vereinbarungen mit Giffey, jedes Mal gibt es schöne Bilder, Beifall und Millionen. Da man in der SPD ohne Gegner nicht auskommt, hat auch Giffey solche: Die Parteilinken finden die Brandenburgerin mit Berliner Berufsleben zu rechts. Gleichwohl gibt es viele, die es gerne gehabt hätten, wenn Giffey für den Parteivorsitz angetreten wäre und ein wenig Glanz in die Hütte gebracht hätte. Wie einst Oskar LafontaineVielleicht sollte Giffey, nun dem akademischen Fallbeil entgangen, sich überlegen, doch noch für den Parteivorsitz anzutreten.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung November 01, 2019 07:41 UTC