Die Folgen des Trojaner-Angriffs auf das Computersystem des Berliner Kammergerichts und seiner angeschlossenen Geschäftsstellen sind offenbar deutlich schwerwiegender, als bislang bekannt. Stattdessen informierte der Sprecher des Kammergerichts in einer von der Senatsverwaltung für Justiz versendeten Pressemitteilung über den aktuellen Stand. Darin hieß es: Das Kammergericht sei arbeitsfähig, „wenn auch mit erheblichen Beschwernissen“. Zur Frage, ob sich Verfahren verzögerten – vor dem Kammergericht werden auch Strafsachen verhandelt – äußerte sich der Sprecher nicht. In einer aktuellen Information zu dem Virus heißt es weiter: „Emotet gilt als eine der größten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit.“Mehr zum Thema Nach Cyberattacke Schadsoftware legt Berliner Kammergericht lahmUnklar bleibt, wann die Infizierung der Hardware des Kammergerichts durch den Virus erkannt worden ist.
Source: Der Tagesspiegel October 07, 2019 17:03 UTC