Und dann lässt Polizeipräsidentin Barbara Slowik die Flasche schwingen, es gibt einen mächtigen Rumms – und das grüne Gefäß stürzt unversehrt auf den Betonboden der Dienststelle West der Wasserschutzpolizei (WSP) in Hakenfelde an der Havel. Der zweite Anlauf gelingt; das Getränk schäumt zwischen glücksbringenden Scherben, das Boot ist getauft auf den Namen „Schwanenwerder“. Der Name bedeutet trotz des enthaltenen Schwanes den Bruch mit der Tradition, dass Berliner Polizeiboote stets wie Wasservögel heißen. 36 Jahre sind die 16 „uniformierten“ Boote (es gibt außerdem vier zivile) der Berliner WSP durchschnittlich alt, und manche verbringen mehr Zeit in der Werkstatt als auf dem Wasser. Zu tun gibt es auf den 220 schiffbaren Berliner Wasserstraßenkilometern genug: Zu den Umweltdelikten komme neuerdings speziell am Müggelsee eine regelrechte Raserszene.
Source: Der Tagesspiegel November 13, 2019 20:12 UTC