Einen entsprechenden Initiativantrag der Jusos beschloss der Landesparteirat der SPD Schleswig-Holstein am Montag bei zwei Gegenstimmen und einigen Enthaltungen. Auch der Berliner Landesvorstand war am Montagabend Medienberichten zufolge nahezu einhellig der Auffassung, dass zunächst einer der Stellvertreter von Schulz die Partei führen sollte. Die Flensburger Oberbürgermeisterin Lange begründete ihre Kandidatur damit, dass sie „den Mitgliedern wieder eine Stimme geben und sie an diesem Entscheidungsprozess ernsthaft beteiligen“ wolle. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen in der SPD zeigte sich irritiert. Schulz hatte nach dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit der Union – entgegen vorherigen Aussagen – angekündigt, er wolle Außenminister in einem schwarz-roten Kabinett werden und den Parteivorsitz abgeben.
Source: Die Welt February 13, 2018 07:12 UTC