Die Hilfsorganisation Sea-Watch hat der Bundesregierung wegen der Situation geretteter Flüchtlinge in Italien schwere Versäumnisse vorgeworfen. „Wir sind sehr enttäuscht von der Bundesregierung“, sagte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer am Dienstag in Berlin. Das hat sie nicht getan.“ Eine europäische Lösung zu erreichen „wäre zwar schön“, sagte Neugebauer auf entsprechende Forderungen der Bundesregierung. Zugleich zeigte sich Neugebauer kämpferisch: Sollte die „Sea-Watch 3“ beschlagnahmt bleiben, werde man mit einem neuen Schiff in See stechen. Mehr zum Thema 1/Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den EU-Staaten – und damit auch der Bundesregierung – im Drama um die „Sea-Watch 3“ Tatenlosigkeit vorgeworfen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung July 02, 2019 10:56 UTC