Die Gemeinde der Sankt Katharinenkirche wollte einen protestantischen Prediger einstellen und das evangelische Abendmahl statt der katholischen Eucharistie feiern. Das war den Neustädtern zu dreist. Die Heere der Osmanen drängten nach Mitteleuropa, folglich waren die Einheit der Kirche und damit der Reichsfrieden eigentlich ein Gebot der Stunde. In der St-Gotthardtkirche der Altstadt Brandenburg war der Glaubenswandel einst radikal. Sie wollten sich abgrenzen von der im Mittelalter üblichen Ost-West-Ausrichtung der Gotteshäuser.
Source: Der Tagesspiegel May 16, 2017 20:03 UTC