Umzüge gehören in der westlichen Welt zu fast jeder Biografie, manche ziehen dem Job hinterher, andere ihren Partnern oder der Hoffnung, dass es woanders irgendwie besser ist. Vor allem häufige Umzüge gelten als "Stressor", also als ein Faktor, der die psychische Belastung erhöhen kann bis hin zum Ausbruch einer psychischen Erkrankung. Die Forscher sahen sich auch an, ob die massiven Auswirkungen der Umzüge vom finanziellen und sozialen Stand der Eltern oder ihrem Bildungsgrad abhingen. Es scheint also tatsächlich der Umzug zu sein, der Kinder an oder sogar über ihre Belastungsgrenze bringt – und nicht die Umstände, die diesen Umzug begleiten. Das kann schwer zu bewältigen sein, gerade für Jugendliche, deren Selbstwertgefühl während der Zeit der Pubertät ohnehin wackelig ist.
Source: Die Welt September 09, 2016 06:22 UTC